MARTÍN FIERRO FÜR STUDIERENDE · LA VUELTA DE MARTÍN FIERRO · 1879
Gesang XVIII Angst, Begräbnis und Verlassenheit
Studienblatt auf Deutsch, immer neben dem Originalgedicht von José Hernández zu lesen.
Was geschieht in Gesang XVIII?
Der Junge bleibt mit dem Toten und den Hunden allein, während andere sich um das Begräbnis kümmern. Obwohl er misshandelt wurde, legt er dem Verstorbenen ein Skapulier um den Hals und betet für ihn. Erschreckt vom Heulen und von Geschichten über übernatürliche Zeichen, flieht er aus der Hütte. Später erfährt er, dass Vizcacha ohne Totenwache begraben wurde und ein Hund an den Leichnam gegangen war. Das Kind wird von Erinnerungen und Albträumen heimgesucht.
Originalverse: 3 Stellen zum Studium
Die Strophen stammen aus dem Originaltext, ohne Modernisierung. Die Erläuterungen dieser Seite sind eine Deutung, keine Übersetzung.
Me saqué el escapulario,se lo colgué al pecador,y como hay en el Señormisericordia infinita,rogué por la alma benditadel que antes jué mi tutor.
Ahi dejé que los ratonescomieran el guasqueríoy como anda a su albedríotodo el que güerfano queda,alzando lo que era míoabandoné aquella cueva.
Y me ha contao ademásel gaucho que hizo el entierro-al recordarlo me aterro,me da pavor este asunto-que la mano del dijuntose la había comido un perro.
Figuren und Stimmen
Der jüngere Sohn; der verstorbene Vizcacha; die Hunde; die Nachbarn.
Themen
Angst und Aberglaube; Frömmigkeit; der Tod ohne Würde.
Die Wörter des Gesangs
- escapulario
- Skapulier
- perros
- Hunde
Fragen für Studium und Diskussion
- Warum betet der Junge für den Mann, der ihn misshandelt hat?
- Welche Rolle spielen die Hunde in diesem Gesang?
- Welche Spuren hinterlässt diese Erfahrung bei dem jungen Mann?
Stützen Sie Ihre Antworten auf Stellen aus dem Originalgesang. Mehrere Deutungen können gültig sein, wenn sie auf Text und Kontext beruhen.
Quelle
José Hernández, La vuelta de Martín Fierro (1879), Gesang XVIII, nach dem strukturierten Originaltext der Website. Zusammenfassung, Analyse und Fragen: didaktischer Kommentar der Redaktion von MARTINFIERRO.ORG, keine Erläuterungen des Autors.